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Wie Ihr ja schon gelesen habt, bin ich seit kurzem dem „Filofaxing“ verfallen. Ich liebe meinen Filofax, zum ständigen Rumschleppen in meiner Handtasche ist er mir aber deutlich zu schwer und zu unhandlich. Über verschiedene Youtube-Videos und Blogs zum Thema Filofax bin ich auf die – für mich – beste Planungsmethode gekommen: Bullet journaling. Das kannte ich noch nicht, aber nachdem ich mir das offizielle Video angesehen habe(einfach mal googlen), wusste ich, das passt für mich wie „A. auf Eimer“.

Besonders gefallen hat mir, dass man außer einem Notizbuch und einem Stift nichts weiter benötigt. Noch nicht einmal viel Zeit, denn das Journal kann man schnell morgens beim 1. Kaffee mit den Tagesaufgaben befüllen.

Nachdem ich die Methode ein paar Wochen mit einem alten Notizbuch ausprobiert habe und begeistert war, habe ich mir folgendes Büchlein gekauft, dass ich immer dabei habe:

P1030796Es ist von der Firma Moleskine. Das Format ist „Pocket“ und hat die Größe A6. Für mich optimal, da ich es so überall mit hinnehmen kann und ich mir nur die wichtigsten Aufgaben des Tages notiere (also nichts wie Zähneputzen, Kinder fertigmachen etc.pp. Das ist einfach Routine und gehört für mich persönlich nicht in mein Journal). Ich habe mich für ein Softcover entschieden und ich muss sagen: es ist erstaunlich stabil. Seit Anfang Dezember schleppe ich das Büchlein zu jedem Termin mit und es hat weder Knicke noch Kratzer. Innen hat es ein Punkteraster. Kannte ich vorher noch nicht, fand es aber spannend, da ich nicht gerne auf Linien schreibe und mir karierte Blätter zu dominant sind, sofern man nicht mit einer Komplementärfarbe darauf schreibt. Ich bin auch nach fast 2 Monaten mehr als zufrieden mit dem Kauf, zumal es mit fast 12.00 € auch nicht gerade billig war. Dafür bekommt man aber 196 Seiten (das sollte für ein Jahr reichen) und eine super Qualität!

Aber zurück zum Thema: wie nutze ich mein Bulletjournal?

Noch eine kurze Anmerkung: Im Bulletjournal gibt es keine Register, Divider o.ä. wie in anderen Planern. Alles lässt sich über den Index finden. So spart man nicht nur eine Menge Papier, sondern auch Zeit beim Blättern. Zuerst sollte man demnach die Buchseiten nummerieren. Ich habe auf der 1. Seite direkt mit dem Index angefangen. Da ich noch nicht einschätzen kann, wie sich mein Journal entwickelt, habe ich dem Index tatsächlich drei Seiten zugestanden und auf Seite 4 mit den eigentlichen Eintragungen begonnen.

P1030804Die Methode an sich ist denkbar einfach: Ich habe im Dezember mit den Eintragungen begonnen, und zwar auf Seite 4. Also schreibt Ihr Dezember in den Index und dahinter die Seitenzahl. Wollt Ihr jetzt z.B. eine Liste anlegen, beginnt Ihr eine neue Seite in Eurem Notizbuch, schreibt den Titel der Liste (bei mir Hörbücher) in den Index und dahinter die Seitenzahl. So entstehen keine Lücken in Eurem Buch und Ihr könnt den Platz optima nutzen. Nimmt Eure Liste im Laufe des Jahres mehr Platz ein, so schreibt Ihr einfach die Seite, auf der die Liste weitergeht hinter den Listentitel im Index. Einfacher geht es nicht. Klar könnt Ihr auch mit Washi oder Stickern verzieren. Ich habe es ausprobiert und mir persönlich hat es nicht gefallen.

Hier mal meine Hörbuchliste:P1030799

da geht noch was, dieses Jahr. Aber bis jetzt bin ich ganz gut dabei. Die Sternchen dahinter zeigen an, wie gut mir das Hörbuch gefallen hat. Vielleicht gibt es dazu hier auch eine eigene Rubrik, doch momentan fehlt mir die Zeit.

Ich habe neben den Hörbüchern auch noch eine Liste mit Filmen und Serien, eine mit Rezepten, die ich gerne noch ausprobieren würde, eine mit Zielen für 2015, Geschenkideen…

Fällt mir etwas Neues ein, was ich gerne als Liste notieren möchte, fange ich einfach eine neue Seite an.

Nun aber zur eigentlichen Aufgabe des Bulletjournaling: das Auflisten von Tagesaufgaben, Terminen, etc.

P1030800So sieht bei mir ein Tag aus: oben drüber schreibe ich immer das Datum und darunter die Aufgaben, Termine, Ausgaben. Um einen besseren Überblick zu haben, nutze ich einen Code, der mir hilft, die Dinge, die getan werden müssen, schnell zu erkennen. Teilweise habe ich ihn mir aus dem Netz abgeschaut, teilweise selbst ausgedacht. P1030805Ist eine Aufgabe oder ein Termin erledigt, hake ich das Kästchen oder den Kreis ab. Manchmal verschieben sich Dinge auf den nächsten Tag, dann male ich einen Pfeil hinein, damit ich weiß, dass ich diese Aufgabe noch einmal aufschreiben muss. Wichtige Dinge kennzeichne ich zusätzlich noch mit einem Ausrufezeichen. Für mich reicht das aus, andere benötigen vielleicht mehr Codes. Auch das ist jedem selbst überlassen.

Neben den Listen und Tagesaufgaben nutze ich mein Journal auch als Kalender. Es ist bei mir (manche mögen das schöner hinbekommen), nicht so schön, wie im Filofax und auch nicht so übersichtlich, reicht für mich aber als Terminplaner aus. Dafür nehme ich mir eine Doppelseite und schreibe oben auf die linke Seite den Monat. Darunter kommen die Tage und daneben habe ich in rot die Wochentage notiert. Die Termine schreibe ich dann einfach neben den jeweiligen Tag. P1030801Ich habe mir noch zusätzlich die Schulferien mit „Fe“ vor den Tagen notiert. Zudem steht bei mir ein rotes „T“ vor dem Tag, an dem ich die Treppe putzen muss. Mein Mann ist alle zwei Wochen freitags nicht zu Hause. Auch diese Tage sind eingezeichnet, und zwar mit einem Kreis. Unter dem Kalendarium habe ich meine Monatsaufgaben notiert. Diese müssen nicht an einem bestimmten Tag erfüllt werden, daher schreibe ich sie nicht in die Tagesaufgaben, sondern hake sie einfach ab, wenn sie erledigt sind. Bei den Dingen, die ich mehrmals im Monat machen möchte (wie z.B. Sport) habe ich Kästchen dahinter gemalt, wie oft insgesamt und kann dann am Ende des Monats sehen, ob ich mein Ziel erreicht habe.

So, diese Beitrag war jetzt recht lang. Ich hoffe, ich habe alles so erklärt, dass es verständlich ist. Bei Fragen schreibt doch einfach in die Kommentare.

Ein schönes und hoffentlich nicht allzu verplantes Wochenende wünsche ich Euch!

 

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