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Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Das fragt Frau Brüllen an jedem 5. des Monats. Zugegeben, ich hätte es fast vergessen, hätte ich nicht am Dienstag, zu nachtschlafender Zeit, Asukas Beitrag in meiner Bloglovin‘-App angezeigt bekommen. Da ich ja auch die letzten Wochen nicht geschrieben habe, mache ich den Einstieg mit meinem WMDEDGT vom Dienstag.

4:25 Uhr: Aufstehen, fertig machen und eine Tasse Kaffee trinken. Die Ruhe genießen und ein paar Planner-Videos angucken.

5:45 Uhr: Mein Mann steht auf und ich koche Tee und bereite das Frühstück für die Kinder zu. Noch schnell das Geschenk für den Kindergeburtstag einpacken und die Kinder wecken. Das übliche „ich will nicht“ der Großen bleibt aus, dafür besteht die Kleine auf einen Rock. Klar, hat die Große ja auch. Mir ist es egal und darum geht das kleine Kind das erste Mal mit Rock zur Tagesmutter. Die Kinder sind zufrieden und ich schaffe es, mal endlich die letzten 32 Meter unserer Washi-Sammelbestellung auf Samplekarten aufzurollen. Wie das so ist, dauert es dann doch länger und so starten wir nicht wie sonst um 7.00 Uhr, sondern erst um 7.30 Uhr in Richtung Kindergarten. Heute bin ich auch mit dem Auto unterwegs und da brauche ich auch entsprechend weniger Zeit.

8:12 Uhr logge ich mich auf der Arbeit ein. Heute wird ein ruhiger Tag, denn die allmonatliche Dienstbesprechung fällt aus, so dass ich die Große pünktlich um 15.00 Uhr beim Kindergeburtstag abliefern kann. So war der Plan. War, das ist das entscheidende Wort. Kaum öffne ich meine Mails, springt mir die Einladung zur Dienstbesprechung entgegen. Geschickt um kurz vor 17.00 Uhr am Vortag… Dazu muss ich wohl nix mehr sagen. Für die Klassenführung morgen mache ich mich auf die Suche nach den Tablets und muss leider feststellen, dass drei der 8 Tablets länger ausgeliehen sind. Ist mir aber egal und ich lade mal alle Teile auf (macht ja sonst keiner). Zwischendurch kommt der Kollege, der mir bei den Einstellungen hilft und noch einen koffeeinfreien Espresso bei mir trinkt.

11:30 Uhr: Die Kollegin wartet auf Ablösung. Die 1,5 Stunden an der Theke gehen schnell rum und pünktlich um 13.00 Uhr mache ich eine kleine Mittagspause. Um 13.30 Uhr beginnt die Besprechung und ich kann nur sagen: die hätte man auch ganz getrost nächste Woche abhalten können oder auch nächsten Monat. Langeweile… und statt 1,5 Stunden brauchten wir nur eine. Auch das sagt schon alles… Ok, momentan bin ich nicht die Motivierteste und mir geht alles nur auf den Nerv. Kenn ich, geht vorbei. Irgendwann…

15:00 Uhr: Die Kleine ist abgeholt und fast pünktlich um kurz nach drei liefere ich die Große beim Kindergeburtstag ab. Dort essen wir erst einmal Waffeln und dann gehen die Kleine und ich Eis essen (die Kleine) und Kaffee trinken (ich).

17:00 Uhr: Ich bereite das Abendessen vor, rolle meine Washi-Samples auf, bringe das übermüdete und vollgefutterte Kleinkind ins Bett und hole die Große ab. Ja, und während sich das jetzt alles entspannt liest (was es nicht war, aber an meiner momentanen komischen Stimmung liegt), fing der Tag dann an, richtig blöd zu werden.

18:30 Uhr: Die Große vom Kindergeburtstag abgeholt. Aber nicht freudig, sondern heulend, weil ihr der Fuß weh tut. Ok, denke ich. Müdes Kind, morgen ist alles besser und trage sie ausnahmsweise zum Auto. Zu Hause angekommen wir das Geheule lauter und mein Kind ist richtig verzweifelt. Nachdem wir Schuh und Socken ausgezogen haben, packe ich schon einen Rucksack mit Vorlesebuch, Stofftier-Eule, Wasser und Geldbörse. Handy nicht vergessen und los geht es zur Kinderklinik.

19:20 Uhr: In der Kinderklinik ist nicht viel los und ich freue mich, dass wir doch schnell wieder zu Hause zu sein scheinen. Leider ist dem nicht so, denn auf die Frage: „Was hat denn Ihr Kind?“ und meine Antwort „Fuß verstaucht“ kommt von der Dame hinter dem Tresen nur: „Das können wir hier nicht behandeln, da müssen Sie nach Herne zur Kinderchirurgie fahren“. Ich frage kurz ob das ein Scherz sein soll, aber es ist tatsächlich so. Warum wundert mich das nicht… „Wie gewollt und nicht gekonnt“, sagt mein Mann immer über Bochum und in diesem Fall scheint das mal wieder zu stimmen.

20.30 Uhr: Wir kommen in Herne an und ich trage die Große von unserem Parkplatz zum Krankenhaus. In der Kinderchirurgie wartet noch eine Mutter mit Kind, die sich, nachdem die Schwester den Namen unserer Kinderärztin wissen wollte, als Bochumerin aus Werne entpuppte. Wir haben ein bisschen geplaudert und ziemlich schnell wurden wir ins Behandlungszimmer gerufen. Der Arzt war sehr nett und hat schnell festgestellt, das nix gebrochen ist. Röntgen, Schiene und das wäre es gewesen, wenn die Große nicht am ganzen Körper auf einmal einen komischen roten Ausschlag gehabt hätte. Auf meine Frage, was das sei meinte er: „Ich kann kaputte Knochen heilen, was das ist, kann ich nicht sagen, da müssen Sie zum Internisten“. Ok, ein Arzt der ehrlich zugibt, dass er keine Ahnung hat, ist mir lieber als einer, der meint, alles zu wissen und dann rumdoktort. Als ich die Frage nach dem Internisten stellte, war mir irgendwie schon klar, dass Herne nicht viel besser ist als Bochum… „Internisten haben wir hier nicht. Da müssen Sie in die Kinderklinik nach Bochum fahren“. Klar. Natürlich, was sonst. Ich war bedient. Und nein, der Ausschlag war vor 2 Stunden nicht da!

21:30 Uhr: Ankunft in Bochum. Ich muss wohl nicht sagen, dass sowohl die Große als auch ich inzwischen einfach nur ko waren. Nach einer Stunde Wartezeit, das Kind ist inzwischen eingeschlafen, waren wir dann endlich dran. Die Schwester stellte nach einem Blick auf das tiefschlafende Kind und einem Blick auf den Ausschlag ziemlich schnell die Diagnose „Röteln“, ganz klar. Mich machte das stutzig und, zugegeben, ein bisschen panisch, denn: wir sind geimpft aber die Kollegen? Ich habe mir schon das Horrorszenario ausgemalt, dass die Bücherei wegen Rötelepidemie geschlossen bleibt und sich womöglich die schwangere Kollegin noch angesteckt haben könnte… Das wollte aber alles nicht so richtig passen. Gott sei Dank! Die Ärztin erkannte nämlich mit einem Blick den Ausschlag als allergische Reaktion und entließ uns dann um kurz vor 23.00 Uhr mit einem Rezept für Allergietropfen.

23.00 Uhr: Ankunft zu Hause. Ich bin müde. Viel zu müde, um diesen Artikel noch zu schreiben. Da der Tag gestern fast genauso gut war wie der Dienstag und ich auf Bloggen noch weniger Lust hatte, als in den letzten Wochen, schicke ich diesen Post erst heute zu Frau Brüllen.

Es kann ja nur besser werden!

Eine schöne Woche Euch!

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